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Gebt mir schon den verdammten Pulitzerpreis!

27 Mar

Ist schon wieder Sonntag? Mir kommt’s vor, als gingen die Wochen immer schneller vorbei. Kaum hat man sich aufgerafft seinen Text zu schreiben und genießt gerade das Bier danach, schon steht der nächste literarische Erguss an. Es ist wirklich erstaunlich.

Ich sitz hier halbwegs verkatert in meinen verrauchten Klamotten, stink nach Wodka und Koffeinlimo, und schreib wieder belanglosen Mist, um mich vor der Springenlassung eines weiteren Kasten Biers zu bewahren. Aber wenn man’s genau nimmt, ist selbst der Nobelpreis belanglos, von daher kann ich auch sagen ich schreibe hier nobelpreisverdächtigen Mist. Ja, klingt doch gleich viel netter.

Nachdem mir meine gestrigen Pläne von einem gemütlichen, eisgekühlten Grapefruit-Weizenbiermischgetränks in der angenehmen Frühlings-Sonne von mangelnder studentischer Leistung durchkreuzt wurden, war ich doch eher erfreut von meinem allerbesten schwulen Freund Biig Jay, seiner Mitbewohnerin und ihrem Freund auf die WG-Party einer mir unbekannten Person mitgenommen zu werden. Ich sollte mir echt mal kürzere Sätze angewöhnen. Die Party stellte sich als überraschend gut besucht heraus. Zwischen aufgemalten römischen Gottheiten und dorischen Säulen wurde literweise Absolutwodka ausgeschenkt und der ansässige DJ lies einen Internetstream mit den aktuellen Dance-Charts über seine Stereoanlage laufen. Jetzt bin ich kein enthusiastischer Wodkatrinker, aber da ich kein Schwein kannte und mir das alternative Kölsch etwas schwer im Magen lag, ließ ich den mir angebotenen O-Saft stehn und gönnte mir doch ein, zwei schwedische Kartoffelschnäpse. Ein paar Bier später verließen wir die Party auch wieder, um noch mehr Wodka mit noch mehr Schwulen zu trinken. Zu späterer, beziehungsweise morgentlicher Stunde hab ich dann noch belanglosen Nobelpreismist auf fakebook gepostet und mich ein bisschen selbst bemitleidet, musste dann aber irgendwann drüber lachen und bin ins Bett. Ne halbe Stunde später fing dann das Haus an zu wackeln, weil meine Mitbewohnerin ihren Handywecker auf 9 Uhr gestellt und sich dann verpisst hatte. Nach mehreren Versuchen das Ding abzustellen, hab ich diese Wunder der Technik schließlich ganz ausschalten können.

So, und jetz sitz ich mal wieder vorm Computer und hab mich vor einer weiteren Runde Bierkasten gedrückt. Aber vielleicht, nur vielleicht, bin ich ja heute in der Stimmung noch was unterhaltsames zu verfassen. Mal sehn, der Tag ist ja noch jung. Parte-se! Marce.

Andi wäre neidisch.

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