Helden! Seien es Vorbilder, Leute, die was bewegt haben oder zumindest versucht haben, etwas zu bewegen, Leute, die wirklich gut sind in dem was sie tun oder ganz einfach Leute, die etwas getan haben, dass man sich entweder nicht traut oder was einem schlicht und ergreifend zu blöd gewesen wäre, es selbst zu tun. Ein Held ist vor allem etwas Subjektives, was dem einen ein Held, ist dem anderen einfach nur ein Idiot! Ich meine, für manche Leute ist jener ein Held, der den Weltrekord im Hotdogwettessen hält, für andere ist ein Held jemand, der tausenden von Leuten das Leben gerettet hat. Womit ich keineswegs sagen will, dass es nicht möglich ist, Leuten mit Hotdogessen das Leben zu retten! Aber wer in der Hotdogwettesserszene bin ich, darüber zu urteilen?
Ein Held macht sich auch sicherlich nicht immer beliebt, und es kommt sein, auf welcher Seite man steht, um ihn als Held oder sogar als verachtenswert zu sehen! Beispielsweise im Film „Inglorious Basterds“ wird Scharfschütze Frederick Zoller als Kriegsheld verehrt, weil er um die 300 Amerikaner im Alleingang erledigt hat, was auf vielen Seiten auch für Verachtung sorgt. Und der Umstand, ob es einen zum Helden macht, 300 Menschen in Uniform zu töten, könnte sehr kritisch diskutiert werden! Trotzdem gab es auch im realen Leben Leute, die aufgrund solcher Taten fortan Held gerufen wurden. Der Film zu Zoller’s Taten ist übrigens stark, es werden die ganze Zeit nur Leute erschossen! Klasse Stoff!
Besonders ehrenwert sind natürlich jene Helden, denen es gelungen ist, durch weise Taten oder weise Entscheidungen etwas zu bewegen, so dass vielen Leuten geholfen werden konnte. Das ist die Sorte Held, für die Paraden und Feste abgehalten werden, jene Helden, die Bankette bekommen und auf deren Geburtstag Danny De Vito zu Besuch kommt! Das Dumme ist nur, wenn man bei dem Versuch, so ein Held zu werden, scheitert, erreicht man das exakte Gegenteil und erntet nur allgemeine Missgunst! Jimmy, der Absatz ist für dich!
Am Subjektivsten ist natürlich der Typ Held aus der Unterhaltungsbranche! Beispielsweise kann jemand auf der einen Seite ein Gitarrengott sein, aber was nützt einem ein Gitarrengott, wenn man Gitarrenmusik nicht mag? Mir zum Beispiel geht Fußball vollkommen am Arsch vorbei, was interessiert mich also ein Torschützenkönig? Es gibt auch jene charmanten Leute, die aus Prinzip nicht lesen und auch noch denken, das wär etwas cooles(da sie diesen Text eh nicht LESEN werden, kann ich’s ja sagen: Ihr SUCKT!!!), also wie soll man denen gegenüber einen hellen Autorenkopf feiern?
Gerade bei Schauspielerei und überhaupt reicht es oft, wenn einem die Fresse besagter Person nicht passt! Da kannst du machen was du willst, und doch wirst du dann in den Augen jener Person nie ein Held werden!
Ein letzter Typus sind natürlich noch die unbesungenen Helden! Das können Leute sein, die etwas tun, ohne dafür Anerkennung anzustreben, sogar wohl wissend sind, dass niemand ihnen je danken wird und dass sie für ihre Taten vielleicht oder mit Sicherheit sogar gehasst werden! Das ist in meinen Augen übrigens die reinste Form eines Helden, ganz im Ernst! Ein unbesungener Held kann auch jemand sein, der dadurch Gutes tut, in dem er anderer Leute Taten nicht verhindert! Im Ernstfall sieht der Höhepunkt jener Helden in ihrer Heldenkarriere so aus, etwas nicht getan zu haben! Es lässt sich wohl darüber streiten, was das für ein Bauchgefühl ist! Am besten ist aber noch jener Held, der sich, wenn jemand „Wenn du das machst, ohne Scheiß, dann biste mein Held!“ sagt, denkt: „Haha!“ Oder einfach jener, der sich in den richtigen Moment “Ach scheiß drauf, das isses doch garnicht wert” denkt!
Um das Ganze abzuschließen, was ist also ein Held? Ich sag mal so: Vieles!