Oh Harley-Wood!

14 Mai

Wusstet ihr, dass ich seit neuestem Motorräder bemerke? Nicht etwa, weil sie mich interessieren oder sie mich neuerdings begeistern, nein, es passierte mehr durch Zufall! Und zwar fuhr ich letzten Donnerstag nach der Arbeit noch zu meinem Nebenjob aufs Land, dort betreue ich von Zeit zu Zeit in regelmäßigen Abständen einen Jungen mit Behinderung, und wenn das Wetter mitspielt, pflegen wir spazieren zu gehen. So auch an jenem Tag!

Sein Heimatdorf liegt wie eben erwähnt eher ländlich, und ich muss sagen, ich liebe die Landschaft, die man dort vorfindet, denn es wimmelt von Bäumen, Feldern und Grünflächen, und die Luft ist auch sehr angenehm! So marschierten wir also durch die sehr schlecht gemähten Feldwege(manche verlaufen sich nach einiger Zeit komplett in zugewachsene Wiesen), als wir einen gepflasterten Weg erreichten. Nach längerer Waterei war ein befestigter Weg mehr als willkommen. Und als wir so den Weg entlanggingen, vernahm ich von hinten Motorengeräusche und wir gingen beiseite! Der Junge schien ziemlich begeistert davon, doch ich dachte mir weiter nichts dabei. Auch dann noch nicht als kurz im Anschluss noch ein weiteres und dann noch ein weiteres Motorrad vorbeigefahren waren.

Als dann der Weg endete und wir an der offenen Straße standen, sahen wir uns einem einzelnen Haus gegenüber, und davor war ein Mann, der mit seinem Motorrad hin und her fuhr. Zu diesem Zeitpunkt rutschte mir ein knappes “Kurios!” heraus. Als wir kurze Zeit später in die Straße, in der er wohnt, eingebogen waren und Richtung heimwärts marschierten, standen in der Straße zwei Jugendliche aus der Nachbarschaft mit, ihr ahnt es sicher schon, Motorrädern! Ich sagte es laut: “Damit wären wir bei sechs!” Weiterlesen 

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Mein Mittwoch

13 Mai

Mein Mittwoch war stark. Dies wird der erste Text von sehr wenigen sein, die sich mit diesem Wochentag in der Mitte befassen. Aber dieser Mittwoch war auch wirklich lustig, wusste garnicht dass man da soviel Spaß haben kann. Jedenfalls haben Martin und Ich und noch weitere uns spontan dazu entschlossen abends feiern zu gehen und wie ihr euch sicher denken könnt ist es irgendwann wieder völlg aus dem Ruder gelaufen. Ich fass mich kurz, weil die gute alte Vivs ist noch da und ich hab en mords Hunger. Wir haben uns zum Vortrinken getroffen, warn dann ab 1:00 in nem Club der superleer war, wir haben zu 8 ca. die Hälfte der Gäste ausgemacht. Sind trotzdem bis 4:30 geblieben, es gab Flammkuchen und Schnapps. Sind danach zurück aufs Haus, da waren wir nur noch zu dritt. Martin, Ich und die Ly. Naja, haben noch einem der da wohnte und der völlig blau war sein Zimmer ausgeräumt, bis aufs Bett wo er drin gelegen hat. Den Erzählungen nach war er am Morgen darüber nicht so sehr begeistert, aber hey. Wir hatten Spaß! Als es hell wurde sind wir in die einzige Kneipe, die da um 6:00 gerade wieder aufgemacht hat, haben jeweils en Colabier und 2 Korn getrunken und sind weiter, halb rausgeschmissen worden auch weil Martin mit den Kornpreisen nicht einverstanden war. Naja! Haben danach 2einhalb Stunden vor der Backfactory rumgehangen und uns unmöglich benommen, Ly ist gegen 9.00 ins Bett aber dafür kam Malte zu uns, sehr nett. Jetzt wars also ).00 und wir kein bißchen nüchtern. Unnötig zu erwähnen dass Martin permanent schlechten Smalltalk mit allen möglichen Menschen gehalten hat (Nordsee: “Hier riechts aber schon stark nach Fisch” “Ja” “Wenn du dann abends nach Hause kommst, riechst du dann auch nach Fisch?” “Ja, aber ich geh dann duschen und dann ists weg” “Das glaub ich nicht.”), um nur einen aufzuzählen. Jedenfalls sind wir dann zu dritt gegen 9:45 ins Karstadt unser großes Geschäft verrichten, nicht ohne uns mit Lesestoff einzudecken. Danke Malte nochmal, dass ich die Bild der Frau bekommen hab! Du hattest natürlich die Bravo und damit die coolste Zeitschrift. Danach erstmal nochen Bier und en KindermaxiKing und wir haben uns auf den Weg gemacht einen See suchen, weils echt warm war. Nach sehr langer Odyssee kam man doch noch an der Prinv von Hessen Grube an, zwar erst mittags um 14:00, aber immerhin. Füße wundgelaufen, jeden Spaziergänger gefragt ob noch weit ist bis zum Strand und auch sonst das Pauschaltouristenklischee mit Würde und Stolz erfüllt. Donnerstagbend um 19:00 kam ich schließlich in meiner Wohnung an, völlig fertig und nach See riechend, aber auch sehr glücklich. Ein gelungener Mittwoch/Donnerstag! Schlafen wird völlig überbewertet. Und das war nur ein grober Überblick, zwischendurch warn wir noch in der Uni, aufm Gemüsemarkt, einer Jobkontaktmesse (Frühstücken), wurden fast verprügelt und in diversen Geschäften. Das Leben ist schön!

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Gummis und haarige Dickhäuter

13 Mai

Ahhh, Muttertag. Welche bessere Beschäftigung könnte man sich für so einen Tag vorstellen, als viele viele Kondome in kleine Löcher zu stopfen. Mein ganzer Schreibtisch ist schleimig.

Bevor ihr euch jetzt irgendwelche Abartigkeiten ausmalt, ich rede von einem FH-Projekt. Dieses ominöse Federkleid, von dem der ein oder andere sicherlich schon mal beiläufig was aufgeschnappt hat. Es is genauso unspektakulär, wie es klingt. Es geht um ein Kleid mit Luftpolstern, auf die Plastikfedern genäht wurden. Dafür die Kondome, weil Wasserbomben zu viel Widerstand geleistet haben und sich nicht gleichmäßig aufblasen ließen. Aber hey, mein Zimmer riecht nach Puff und meine Kamera glänzt vor Spermizid und Gleitgel.

Jetzt hör ich mir gerade das irre öde neue Ufomammut Album an. Vielleicht gewinnt es durch wiederholtes Hören, aber insgesamt find ich das allgemeine Lob doch schon etwas übertrieben. Die Musik ist nicht direkt schlecht, aber für meine Begriffe zieht sie sich doch gar arg. Und irgendwie werd ich die Assoziation mit dem Gleitgel nicht mehr los. Die Musik flutscht zwar ins Ohr, aber hängen bleibt nichts. Kein Vergleich zu den rostigen Stahlkugeln ihrer frühen Werke.

Nach diesem herrlich unmotivierten Abend gehe ich demnächst dann auch, meines letzten Antriebs beraubt, aber kein bisschen müde, zu Bett. Leck mich Welt!

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It’s My Job To Keep Punk Rock Elite

13 Mai

Ich dachte, ich nutze den dieswöchigen Text, um euch davon zu erzählen, wie gut mein aktuelles Praktikum einfach ist! Zwar in der anderen Abteilung, aber dennoch bin ich wieder einmal im Verein gelandet, dem Platz, an dem meine nennen wir es einmal Karriere begonnen hat!

Und was soll ich sagen, die Arbeit rult! Das Team ist einwandfrei, die Bewohner sind ausnahmslos nett und die Arbeit geht motiviert von statten! Selbst das Aufstehen fällt nicht mehr so schwer, nachdem man die erste Müdigkeit überwunden hat!

Auch Cynthia arbeitet zweimal pro Woche dort und wird auch ihr Anerkennungsjahr dort absolvieren, und was soll ich sagen, da hat sie einen guten Fang gemacht!

Mit einem der Bewohner werde ich sogar Autogramme austauschen! Und zwar arbeiteten wir zu zweit draußen, er kehrte die Einfahrt, ich entfernte das Unkraut vom Gehweg! Und nach getaner Arbeit waren wir beide so begeistert von unserem Erfolg, dass er vorschlug, sie zu fotografieren! Tja, was soll ich sagen, ihr kennt mein Polaroidprojekt, to make a long story short, ich hatte eine Kamera im Gepäck! Ein Foto von ihm mit der perfekt gefegten Einfahrt, eins von mir mit perfekt unkrautfreiem Fußboden, beide Fotos ließ ich heute ausdrucken im Pro Markt, das Signing erfolgt am Montag!

Auch eine Begegnung mit einem beschränkten uralten Mann an der Saarwellinger Kneippanlage fiel vor, aber lasst euch die Geschichte lieber von Cynthia erzählen, die pumpt in ihre Erzählung zehnmal mehr Aggressionen rein als ich!

Ja, so eine Woche war das! Spricht denk ich auch für sich, wenn man am Wochenende um halb 2 morgens auf die Idee kommt, einen Blogtext über die Arbeit zu verfassen! Aber ja, die Motivation ist da, und das spricht ja so gesehen auch schon für sich!

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I wanna smash them all!

6 Mai

Achja, Groezrock.

Eine Liste von Dingen die Tommy vergessen hat zu erwähnen:

1. Auch die Franzosen haben ihren Hein: Gleiche Mimik und Gestik, etwas träge auch

2. Den Humor von Lammo und Connor: Wobei Sie den selber zu Hause vergessen haben

3. Rancid wirkt aufgedunsen und alt, und aufgedunsen- Sie essen sehr gerne , wie Sie erst neulich in einem Interview gestehen mussten

4. Tommy´s zaghafter Stagedive war das Süßeste was je auf einem OffWithTheirHeads-Konzert passiert ist

5. Die NakedHighFive ist auf seinen Mist gewachsen und sein Körper glänzt richtig im Mondschein, überall

6. Wir haben uns gefreut wie in einem Teenage Musical als die hausstädter Jungs es bis aufs Festivalgelände geschafft haben

7.  Das Bürstchen findet selten allein nach Hause

 

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Groezrock 2012

6 Mai

Wow, selten ein so konsumentenfreundliches Festival gesehen! Haha, mit dem blöden Satz wollt ich schon immer mal nen Text eröffnen! So…yeah…yeah, wir waren dieses Jahr erstmals auf dem in Meerhout stattfindenden Groezrockfestival! Und wir, das sind KW, das Bürstchen und ich, haben es nicht bereut! Irgendwann am Freitag nach Feierabend luden wir das Biest voll mit unserem Stuff und pilgerten gen Belgien! Und schließlich, nur wenige Stunden später als geplant, kamen wir vor dem Gelände an, waren zunächst einmal entsetzt, wie weit der Parkplatz von Campingplatz und Gelände weg war und schleppten unseren ersten Kram Richtung Ziel! Unterwegs trafen wir noch Kontaktpersonen aus Kante Osnabrück, namentlich Lammo und Conner, und nahmen sie mit! Vorort waren wir erst einmal entsetzt über die ekelhafte Organisation der Campingkartenverkaufsstandorganisation! Zwei Häuschen, zwei Wege die hinführten, jedoch… kein Weg, der von dort wegführte, nachdem man fertig war! Die Folge war natürlich ein unmenschliches Gedränge, und geraume Zeit später besaßen wir jene Campingbändchen, die wir brauchten! Sie waren rosa.

Auf dem Zeltplatz selbst war es dann auch nicht besser, Aufpasser standen da mit einer Schnur, und teilten dir einen streng limitierten Platz für dein Zelt zu. So kam es, dass Zelt an Zelt gepresst war und dazwischen nicht einmal 12 Pommes Platz gehabt hätten! Habe ich erwähnt, dass das Gepäck nirgends kontrolliert wurde? Nächstes Mal bring ich Crystal Meth und ne Splittergranate mit! Warum? Weil sie mich nicht davon abhalten!

Neben uns campten eine Reihe von Hausstädtern, die eigentlich nur zum Campen angereist kamen, sich jedoch optimistisch gaben, das Festivalgelände am Sonntag zu betreten! Dazu später mehr! Jedenfalls trafen wir diese Individuen, wannimmer wir ans Auto oder sonstwohin liefen, die drei erstreckten sich über das Wochenende wie ein verdammtes Leitmotiv! Aber die Jungs waren schwer in Ordnung, da kann man echt nicht meckern! Gute Nachbarschaft, soviel dazu! Irgendwann in der Nacht hielten KW und ich es für eine gute Idee, die Getränke vom Auto schon heute auf den Zeltplatz zu tragen! Heraus kam eine zweistündige Odyssee mit mittelschweren Rückenproblemen! Aber gleich einem verdammten Bummerang kamen wir schließlich zu unserem Zelt zurück. Und tranken. Bis wir schlafen gingen.

TAG 1! “Komm, beeilt euch, wir müssen Chixdiggit gucken!” Haha, jetzt schon ein Klassiker! Unnötig zu erwähnen, dass wir sie verpasst hatten! Den Anfang am Samstag machte die Band Authority Zero, und weder KW noch ich waren überzeugt, und so beschlossen wir, das ehrenwerte “Drei Bier Fünf Euro”- Angebot wahrzunehmen! Im Anschluss trabten wir rüber zu den Bouncing Souls und ihrem Acoustic- Set, was aber, ebenso wie ihr später folgendes Punkrockset, nicht so recht überzeugen konnte. Wo war denn bitte “Gasoline”?! Naja, wenigstens wurde “Lean On Sheena” gespielt. Zweimal.

Danach folgte ein erster Überraschungserfolg, nämlich die anscheinend immer populärer werdende Band Royal Republic, zu denen uns Matze geraten hatte! Was soll ich sagen, We did alright, seinem Rat zu folgen! Denn der Sänger punktete durch seine arrogante Aura, die schon gewisse Mike Ness/Noel Gallagher- Qualitäten aufwies! Und wir mögen diese Art Arroganz, daher wurde das Set hart abgefeiert! Fandango!

Danach folgte etwas phänomenales, eine meiner absoluten Favourite Bands, diese großartige Band namens Off With Their Heads! Die Etnies Stage, welche ohne Security und Barrieren an der Bühne auskam, war der perfekte Platz, und sie spielten wie gewohnt wunderbar, und bei “I Am You” konnte ich nicht widerstehen, auf die Bühne zu klettern und ne Tour mitzusingen! Danach folgte, wenn auch eher zaghaft, mein erster Stage Dive EVER! Und eigentlich war es ganz cool!

Danach hatten wir ein bisschen Pause, welche wir auf dem Zeltplatz fristeten! Irgendwann waren wir dann in der Mitte des Sets von Face To Face aufgetaucht, welche uns auch nicht allzusehr vom Hocker reißen konnten! Rückblickend wurmt es mich etwas, dass wir in der Zeit nicht das Set von Hazen Street angeschaut hatten. Und das nicht, weil Tim Armstrong uns später am Abend noch ermahnen sollte, dass wir sie hätten sehen sollen, sondern weil ich sie mir inzwischen angehört habe! Sie rocken! Scheiße!

Naja, dafür haben wir Lagwagon gesehen, musikalisch immer noch so wenig mitreißend wie eh und je, aber immerhin war die Lautstärke endlich mal angemessen, den ganzen Tag, wannimmer wir an der Mainstage waren, empfand ich die Musik als etwas leise! Naja, angenehm aber unspektakulär ging das Set von Lagwagon zu Ende und wir kämpften uns nach vorne Richtung Rancid! Übrigens, kleiner Seitenhinweis: Wenn ihr in die ersten Reihen kommen wollt, macht euch steif und hoppelt straight nach vorne! Ich garantier, das funktioniert!

Ja, also Rancid! Alt sind sie geworden, Lars Frederiksen komplett ohne Haare, Tim Timebomb in typischem Punk Rock Professor Look, die anderen beiden wie gehabt! Sie rockten sich durch ein solides Set, sie spielten einwandfrei und es machte extrem Spaß, die Jungs abzufeiern, ich hätte mir lediglich die ein oder andere Überraschung  im Set gewünscht! Was soll’s, es hat Spaß gemacht! Und über “Hooligans” hatte ich mich dennoch gefreut, und “East Bay Night” knallt live tausendmal mehr als auf Platte! Nicht das Niveau der Show, die KW und ich 2008 in London bewundern durften, dennoch mehr als sehenswert!

Setlist:
Radio
Roots Radicals
The Way I Feel
Bloodclot
Journey To The End
Dead Bodies
East Bay Night
Hooligans
Maxwell Murder
Old Friend
Last One To Die
The 11th Hour
Olympia WA
Salvation
Adina
Nihilism
Listed MIA
St. Mary
It’s Quite Alright
I Wanna Riot
Rejected
Gunshot
Something In The World Today
Fall Back Down
The War’s End(Lars Solo)
Black And Blue
Time Bomb

Encore:
Tenderloin
Ruby Soho

Und schon kam Tag 2! Unsere erste Show an diesem Tag war das extrem vorzügliche Set der Deppenpunkkapelle Zebrahead(No Offense), und wenn das mal nicht Spaß gemacht hat! Wie viele Bands haben heutzutage schon Cocktailbar und Pool auf der Bühne! Und hey: Sie haben “Playmate Of The Year” gespielt! Wuuuu, FUCK! Weltklasse! Ich mag die Jungs!

Weiter ging es mit dem Acoustic Set von Anti-Flag, und es war FANTASTISCH! This is…the end…for you, my friend! Turncoat…Killer! Und sie haben meinen Lieblingstrack von Justin Sane’s Soloplatte, “Days Turned To Nights”, gespielt! Ich war hellauf begeistert und mehr als begeistert! Die Jungs wussten sowohl durch musikalische Qualität als auch durch Sympathie zu überzeugen! Später, auf dem Stromset der Jungs, sollten wir dann unsere Hausstädter Freunde auf dem Festivalgeländer treffen! SIE HABEN’S GESCHAFFT! SIE HABEN’S GESCHAFFT! Unnötig zu erwähnen, dass auch das Punkrockset auf ganzer Linie zu gefallen wusste! DIE FOR YOUR GOVERNMENT! Haha!

Naja, nach dem Acoustic Set ging es Schlag auf Schlag! Zunächst machten wir einen Abstecher zu den Old Firm Casuals, dann gingen wir wieder, und zwar zu den Cobra Skulls! Gott, waren die wütend! Und dann ohne Zwischensequenz weiter zu Hot Water Music! Also die waren geil! Chuck Ragan, du saufreundlicher Mistkerl! Deine Road Crew hat eine sehr dankbare Aufgabe! Schon ne super Band, da gibt es nichts!

Danach folgte ein Abstecher zum Zeltplatz zwecks Gin Tonic und Käsebrot, danach schauten wir den Rest vom Set von Alkaline Trio! War ganz nett. Danach folgten die Bronx, laut und brachial, man könnte sagen, sie wussten zu ballern! Während dem Anti-Flag Set und ein paar tadellosen Circle Pits spaltete sich Matze vorübergehend ab, um Dave Hause zu bewundern! Er lobte es!

Danach begann allmählich der Ausklang, und Ausklang funktioniert gut Acoustic! Tom Gabel schenkte uns einige Against Me!- Tracks as well as ein paar von seiner Soloplatte, welche übrigens auch in meiner Plattenkollektion zu finden ist! Unwichtige Seiteninformation! Das Set war großartig, Highlights waren “White Crosses” und das mit Chuck Ragan’s Backing Band performte “Anna Is A Stool Pigeon”! Oh yeah, das war ein grandioses Set!

Der Acoustic- Headliner Chuck Ragan brachte es dann noch einmal in großem Stil auf den Punkt! Er ist der Mann, der Acoustic-Solo Projekte und Streicher im Punk Rock cool gemacht hat, und niemand macht es so cool wie er! Eine Stimme wie ein Riese, mit teilweiser Unterstützung von Dav Hause und glücklicherweise auch inzwischen wieder mit Bart! Stolze drei Zugaben hatte er auch gegeben, zum Finale sang er ein Stück ohne jegliche Instrumente und während er das tat, sagte im ganzen Raum niemand ein Wort! Andächtige Stille war geboten!

Refused wurden uns extrem schnell langweilig, so gingen wir zum Zeltplatz und ließen das Festival ausklingen! Matze ging pennen, und KW und ich vertrieben uns die Zeit damit, Leute zu fragen, ob sie ihre Hosen wirklich noch brauchen! Oder Fremde zu umarmen, die wir mit Freunden verwechselt hatten! So gerieten wir an ein paar enthusiastische Franzosen, und was folgte, war die pure Diplomatie! Gemeinsamer Konsum von irgendso einem Anisscheiß folgten, Naked Fives wurden ausgetauscht und Außenstehenden wurden unsere berühmtesten Bazingas gespielt! Damn funny! Und alle durch ein schlechtes Englisch vereint! Epic! Ein herrlich europäisches Gefühl, Englisch sprechen wir alle gleich schlecht!

Apropos Sprachen sprechen, wenn ihr auf einem Campingplatz mit tausenden von Leuten geratet, ein Mädel ansprecht und vorgebt, Ägypter zu sein, wie wahrscheinlich ist es da, dass sie arabisch kann? FRAGT MICH MAL!

Irgendwann fuhren wir also heim und blickten einerseits zurück, zurück auf ein Wochenende voller Punkrock, Bier, Camping und guten Leute, andererseits blickten wir jedoch auch vorwärts! Sehr vorwärts sogar, denn keiner konnte es erwarten, endlich zu duschen und sich ein paar Stunden ins Bett zu placken! Schön war es, fürwahr, und auch wenn wir zwischendurch bangen mussten, ob das Benzin genügt, erreichten wir dennoch letztendlich unser Zuhause! In Luxemburg für 4.30 € zu tanken tut weh, kann ich euch sagen! Aber wie heißt es doch so schön: Ente gut, alles gut! Eher!

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Koblenz, 23°, Regen

30 Apr

Es ist mal wieder typisch. Die Crew ist übers Wochenende in Belgien und wer versäumt es als einziger seinen Text rechtzeitig zu schreiben? Natürlich der einzige der zurück bleibt und die chance hätte, was zu schreiben. Zwar ist es nur ein schwacher Trost, dass ichs diesmal wenigstens nicht vergessen hab, sondern einfach nicht dazu kam, aber ehrlich gesagt wurde es auch mal wieder Zeit, dass es einer verkackt.

Die letzten Tage waren doch ziemlich zugepackt mit Terminen und sozialen Verpflichtungen. Mal eine erfreuliche Abwechslung zum, in letzter Zeit viel zu relaxten Studikeralltag. Aber eins kann ich euch sagen, es ist garnicht mal so geil völlig verkatert und übermüdet in 3 Stunden eine komplette Wohnung zu putzen. Aber auch das war mal wieder nötig. Nach unterbrechungsfreien letzten Umzugsaktionen, chillie-und-alkohol-bedingt mannschaftsdezimierter Bandprobe, einer in einem Steak-Haus von einem Inder servierten italienischen Pizza und jeder Menge Zugfahrerei, habe ich die letzten Minuten des Sonntags am Koblenzer Bahnhof verbracht. Mann, was hätte ich für einen Block und einen Stift gegeben. Ich hab völlig vergessen, wie inspirierend so eine nächtliche Bahnhofsszenerie im Regen sein kann. Aber selbst das hätte mich nicht mehr gerettet, denn als ich nach 3 Stunden Zug- und Autofahrt dann schließlich die Möglichkeit gehabt hätte das Internet mit Text zu füllen, war der Montag schon angebrochen. Aber ich bereue nichts.

Soviel zu mir. Bin gespannt auf ausführliche Groez-Rock Berichte und/oder andere Prosa! Los!

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